09.03.2019: Jülicher TV 1 - TV Scherberg 20:23

Das war knapp!

Nach unserem guten Hinspiel gegen Jülich und den wirklich sehr überzeugenden letzten Auftritten, die uns sogar zur Tabellenführung brachten, gingen wir diesmal als Favorit in das Auswärtsspiel. Auch bei der Teambesprechung herrschte große Zuversicht, dass Jülich für uns kein Stolperstein werden würde. Trotzdem nahmen wir uns vor, das Spiel nicht arrogant anzugehen und unsere Gegnerinnen von Beginn an mit schnellem Spiel und einstudierten Abläufen unter Druck zu setzen.

Auf der Bank saß heute ebenfalls Defne, die zurzeit auf Heimaturlaub aus Regensburg ist, aber leider für das heutige Spiel noch nicht spielberechtigt war. Spielberechtigt war jedoch Kristin, die heute Anke im Tor vertrat und damit ihr Comeback zwischen den Pfosten feierte.

Zu Beginn entwickelte sich das erwartete Spiel. Durch einen Siebenmeter und zwei schnelle Angriffe von Jana und Yasmin lagen wir nach 5 Minuten mit 0:3 in Führung. Doch dann begann das unerklärliche Nervenflattern. Zum einen schlossen wir unsere Angriffe nun viel zu schnell ab und zum anderen leisteten wir uns in der Deckung ungewohnte Fehler, sodass die Halbspielerin auf der linken Seite immer wieder in die Lücke zwischen 1 und 2 stoßen konnte und damit stets für größere Torgefahr sorgte. Nach 13 Minuten stand es demnach fast folgerichtig 3:3 und unser guter Anfangselan schien ebenso plötzlich verschwunden wie unser Glaube an einen sicheren Sieg. Es folgte eine Auszeit, in der die Mannschaft wieder „geweckt“ und motiviert werden sollte. Dies gelang auch zunächst und wir gingen unter anderem durch zwei schöne Tore von Isabell wieder mit 4:6 in Führung. Aber auch diese Führung brachte uns keine Sicherheit. Jülich behielt seinen Spielstil und verschleppte gekonnt die Zeit, um dann kurz vor der drohenden Zeitstrafe einen Abschluss oder Durchbruch zu versuchen. Unser Team versuchte den Ball schnell zu machen, doch uns unterliefen dabei heute ungewohnt viele technische Fehler und unsere Abschlüsse waren oftmals zu überhastet. Insofern gelang es uns nicht, uns mit mehr als zwei Toren abzusetzen und zur Pause führten wir nur noch mit 10:11.

In der Kabine waren natürlich alle unzufrieden mit der gezeigten Leistung, die so gar nicht zu den erfolgreichen letzten Wochen passen wollte. Trotzdem herrschte Zuversicht, dass wir die zweite Halbzeit mit etwas mehr Geschick und Engagement deutlich für uns entscheiden könnten.

Die zweite Halbzeit begann dann auch vielversprechend, indem Jana einen Ball aus der eigenen Hälfte energisch bis zum gegnerischen Tor dribbelte und sich mit einem schönen Tor gegen die gesamte Abwehrreihe durchsetzte. Danach trafen ebenfalls Isabell und Yasmin zum 10:14 und wieder dachten alle, dass wir nun den Schlüssel zum Sieg gefunden hätten. Doch in der 44. Minute kam Jülich durch einen der vielen Siebenmeter erneut zum Anschlusstreffer (16:17) und hätte mit einem weiteren Siebenmeter im folgenden Angriff sogar den Ausgleich erzielen können. Zu unserem Glück leistete sich Jülich jedoch einen Fehlwurf. Trotzdem mussten wir bis zwei Minuten vor Schluss bangen, ob es für einen Auswärtssieg reichen würde. Jülich fightete um seine Chance und machte uns das Leben unerwartet schwer. Zwei schöne Treffer von Nadine und Jacqueline in den letzten zwei Minuten verhalfen uns dann zum letztlich verdienten, aber sehr sehr mühsamen Erfolg.
Ein großer Dank gebührt sicherlich noch einmal Kristin, die uns heute mit einigen Paraden in den entscheidenden Momenten im Spiel gehalten hat und selbstverständlich für die beruflich verhinderte Anke eingesprungen ist. Insgesamt wurde aber auch deutlich, dass wir in den schwierigen nächsten Spielen deutlich mehr investieren müssen, um gegen vermeintlich stärkere Mannschaften zum Erfolg zu kommen.                                                                                                                                                  (A.May)

Team/ Tore: Nadine 5, Isabel 5, Yasmin 4, Jana 4, Saskia Sch. 3/2, Jacqueline 2, Saskia R., Melanie, Rebecca, Anika, Susanne, Kristin (Tor)